Presse

Medieninformation, 25. Oktober 2011

 

Kontakt Presse: 
Dr. Alexandra Mazek (Obfrau) mobil 0699 1407 9822
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www.alexander-technik.at

 

Pressetext

 

Mach dich nicht krank

Bewegung und Ruhe als eigenverantwortliche Prozesse

 

 

Alexander-Technik, was ist das? 

Hätte Alexander der Große diese Technik gekannt, hätte er sie angewendet und er hätte so auch zu innerer Größe gefunden.

Heute aber arbeiten viele bekannte Künstler und Schauspieler mit Alexander-Technik, um Körper und Geist in Einklang zu bringen und sich für den Auftritt zu stärken.

F.M. Alexander war selbst Schauspieler und entwickelte bereits Ende des 19. Jahrhunderts eine Technik, die individuell im Alltag angewendet wird und so eine nachhaltige Verbesserung des Wohlbefindens erreicht.

Alexander-Technik nimmt Menschen dabei nicht als Patienten, sondern als Schüler wahr.

 

Alexander-Technik, wer macht das? 

Während des Unterrichts wird nicht punktuell geholfen, sondern ein Verfahren entwickelt, das von Lehrern und Schülern gemeinsam erarbeitet, verinnerlicht und ständig modifiziert wird. Der Schüler lernt, seine alltäglichen Bewegungsmuster zu verändern und selbständig zu optimieren. 

Alexander Technik, was bringt das? 

Der Schüler lernt, seinen Körper zu lesen.

Dies setzt die Bereitschaft zur Eigenverantwortung und Arbeit mit dem eigenen Körper voraus.

Denn alte Gewohnheiten werden aufgebrochen und das Verhältnis von Körper und Geist wird neu geordnet.

Die nun verbesserte Bewegung führt zu ganzheitlichem Wohlbefinden.

Die Auseinandersetzung mit Körper und Geist verhilft zu einem gelassenen Umgang mit sich selbst und erzielt so eine dauerhaft positive Veränderung. 

Denn Alexander-Technik ist keineTherapie, sondern Unterricht.

Der Fortschritt ist jeden Tag erlebbar.

 

 

Meine Erfahrungen mit der Alexander-Technik

Als Künstler ist es für mich unentbehrlich, im Einklang mit meinem Körper und Geist arbeiten zu können, da es die Glaubwürdigkeit der Rollendarstellung und die Bühnenpräsenz uneingeschränkt erfordern. Zudem hilft mir Alexander-Technik, mich während und nach dem physisch oft anstrengenden Auftritt zu entspannen.

Meine ersten Erfahrungen mit Alexander-Technik machte ich jedoch schon viel früher, noch bevor ich mich dazu entschloss, als Kabarettist zu arbeiten. Im alltäglichen Leben war ich häufig angespannt, was zu spürbaren Auswirkungen auf meine Gesundheit führte.

Der regelmäßige Unterricht schenkte mir innere Ruhe und Ausgeglichenheit. Im Austausch mit meinem Alexander-Technik Lehrer lernte ich, meinen Körper anders wahrzunehmen und mit Stress positiver umzugehen.

Im alltäglichen Leben wird mir immer wieder klar, wie angestrengt ich oft agiere, selbst wenn ich nur dastehe und mich nicht bewege. Viele meiner Körperteile sind angespannt, stehen unter Strom. Dann versuche ich "alexander-technisch" zu reagieren und loszulassen und freue mich, dass es funktioniert. Ich bin mir meiner selbst immer mehr und mehr bewußt geworden und habe nach etwa einem halben Jahr Unterricht gemerkt, wie viel Energie ich zum Beispiel nur fürs "Dastehen" verschwendet habe.

Wenn man gelernt hat, nicht so angespannt zu sein, sondern mit möglichst wenig Energie zu funktioniern, dann kann man diese Energie für die Dinge nutzen, die für das Weiterkommen und "eigentliche" Leben notwendiger sind, ohne die Notwendigkeit und Wichtigkeit des "nur Dastehens" zu schmälern.

Um es mit einer Metapher zu umschreiben:

Ein Bogen, der ständig unter halber Spannung steht, schießt wahrscheinlich genauso genau und weit wie ein Bogen, der nur gespannt wird, wenn er benutzt wird, aber Bogen und Sehne des immer gespannten Bogens leiern sich schneller aus- genauso ist es mit dem menschlichen Körper.

Ich acht jetzt viel mehr auf mich, denn eine Bogensehne kann man gegen eine neue ersetzen, eine menschliche noch nicht...

(Didi Sommer)

 

 

Alexander-Technik Aktionstag der G.A.T.OE.

 

Die G.A.T.OE. lädt am Freitag, den 25. November 2011, von 14 - 20 Uhr zu ihrem Aktionstag ins:

TanzQuartier Wien, Studio 2, Museumsplatz 1

Zum siebten Mal bieten die Mitglieder der G.A.TOE. interessierten Besuchern die Möglichkeit, die F.M. Alexander-Technik kennen zu lernen und praktische Erfahrungen zu machen.

Der Eintritt ist kostenlos, eine Terminvereinbarung ist nicht nötig.

 

Über die G.A.T.OE.

 

Die Gesellschaft für F.M.Alexander-Technik Österreich wurde 2001 in Österreich gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Die gemeinnützige Gesellschaft hat das Ziel, die F.M.Alexander-Technik in Forschung und Praxis zu fördern. Sie stellt sicher, dass jedes Mitglied eine fundierte Ausbildung absolviert hat und die Qualität der Arbeit stimmt.

 

G.A.T.OE. Gesellschaft für F. M. Alexander-Technik Österreich
0699-126 84 451
info@alexander-technik.at
www.alexander-technik.at

 

Geschichte

 

F.M. ALEXANDER

 

Der Australier Frederick Matthias Alexander wurde 1869 in Australien geboren und starb 1955 in London. Er begann seine Karriere als Schauspieler und Shakespeare-Rezitator. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere litt Alexander zunehmend unter Stimmproblemen. Nachdem ihm mehrere Ärzte nicht nachhaltig helfen konnten, entdeckte er durch intensive Selbstbeobachtung grundlegende Bewegungs- und Handlungsgewohnheiten. Daraus entwickelte er seine Technik zur "Verbesserung des Selbstgebrauchs".

Alexander erarbeitete seine Methode in den Jahren 1890 bis 1900.

1904 zog er nach London und etablierte sich schnell in Theater- und Musikkreisen. Viele Jahre lang reiste er regelmäßig nach Boston und New York. Ansonsten wohnte und unterrichtete er am Ashley Place in London Victoria oder in Penhill außerhalb Londons.

CHARLES SHERRINGTON, Nobelpreisträger für Physiologie und Medizin, schreibt dazu:
"Alexander hat der Wissenschaft, der Physiologie von Körperhaltung und Bewegung, einen Dienst erwiesen, indem er konsequent jede Handlung als einen Vorgang betrachtet, der das gesamte Individuum, den ganzen geistig-körperlichen Menschen betrifft. Einen Schritt zu machen, ist also nicht eine Aktivität, die ausschließlich auf das eine oder andere Bein beschränkt ist, sondern ein Vorgang, der die gesamte neuromuskuläre Aktivität des jeweiligen Augenblicks betrifft- nicht zuletzt die von Kopf und Hals."

Sherrington, C. (1946): The endeavour of Jean Fernel, Cambridge University Press

HISTORISCHER KONTEXT

 

Die F. M. Alexander-Technik zählt zu den Klassikern der sogenannten bewegungsorientierten Verfahren. Folgende Annahmen liegen diesen Methoden zu Grunde:

Chronische Beschwerden und Bewegungseinschränkungen können sich durch einen physikalisch nicht optimalen Gebrauch der Körperstruktur entwickeln. Solche Bewegungsmuster sind durch Lernprozesse grundsätzlich veränderbar.

Voraussetzung für die Veränderung von Bewegungsmustern ist eine Vorstellung von Bewegungsalternativen. Diese wird erst durch eine differenzierte Körperwahrnehmung und Körpervorstellung möglich.

Körperbewusstheit fördert die Wahrnehmung somatopsychischer Reaktionen.

Da seit frühester Kindheit Lernprozesse eng mit sensomotorischen Erfahrungen verbunden sind, ist Bewegung ein zentraler Ansatzpunkt für integrative Lernprozesse.

 

Methode

 

Die Alexander-Technik basiert auf der Überzeugung Alexanders, dass der Mensch ein Organismus ist, in dem alle geistigen, seelischen und körperlichen Prozesse untrennbar miteinander verbunden sind. Dem folgend, verbindet er in seiner Methode mentale und körperliche Übungen.

Dem Unterricht liegen die Annahmen zugrunde, dass alte, gewohnte körperliche Verhaltensmuster gehemmt und durch neue, bessere Reaktionsmuster ersetzt werden können. Des weiteren wird angenommen, dass der (Alexander-)Lehrer bessere Verhaltensmöglichkeiten kennt und dem Schüler vermitteln kann. Als idealtypische Haltung gilt dabei eine möglichst aufrechte, gerade Haltung bei gleichzeitig größtmöglicher Gelöstheit. Dementsprechend gilt für die Bewegung idealtypisch eine größtmögliche Wirksamkeit bei möglichst geringer Anstrengung. Der Unterricht erfolgt in einem sehr langsamen, quasi meditativen Tempo, in dem sich der Schüler seiner Empfindungen auch bei kleinsten Haltungs- und Bewegungsunterschieden bewusst werden kann. Der Lehrer arbeitet sowohl mit Handlungsanweisungen, zum Beispiel: „Lasse den Kopf nach vorn und nach oben streben, so dass der Rücken länger und breiter wird“, als auch mit den unterrichtbegleitenden, sanften manuellen Korrekturen.

 

In der Alexander-Technik wird nicht behandelt, sondern unterrichtet. Eine Lektion dauert 30 bis 50 Minuten und findet möglichst einmal wöchentlich statt.

Zum Erlernen der Methode werden bei Einzelunterricht 25 bis 30 wöchentliche Lektionen empfohlen. Die Schulung kann auch in Gruppen erfolgen.

Die Alexander-Technik wird jedoch meistens in Einzellektionen unterrichtet, weil so besser auf die individuellen Gewohnheiten eingegangen werden kann. Damit sind Gewohnheiten gemeint, die zu Bewegungseinschränkungen geführt haben und dadurch einen optimalen guten Gebrauch verhindern.

 

Ein persönliches Eingehen auf die einzelnen Verhaltens- und Bewegungsmuster ist deshalb unabdingbar und immer auch Teil von Workshops und Seminaren.

 

ARBEITSWEISE

körperbezogen, pädagogisch, prozessorientiert

 

ARBEITSFORM

Einzelunterricht, Gruppenunterricht, fortlaufende Kurse oder Wochenendseminare.

In der Regel in kleinen Gruppen, da die Arbeit sehr individuell ist. Oftmals themenbezogen- für Musiker, für Zahnärzte, für Tänzer, für Priester etc.

Stressmanagement und Ergonomie am Arbeitsplatz, Reiten, Joggen, Golfen, Mountainbiking, Skifahren etc.

 

UNTERRICHT

Die Vermittlung der Grundprinzipien der Alexander-Technik erfolgt meist zunächst anhand sehr einfacher Alltagsaktivitäten und richtet sich nach den individuelle Bedürfnissen und Möglichkeiten der Menschen.

Anfänglich handelt es sich dabei um Stehen, Sitzen oder Bewegen der Arme. Später dann um komplexere Bewegungsabläufe wie Aufstehen vom Sitzen zum Stehen und umgekehrt, Gehen, Treppen steigen, Sprechen; auftretende Schwierigkeiten werden besprochen und bearbeitet.

Schließlich ergänzen weitere im Alltag übliche Bewegungsabläufe oder spezielle Aktivitäten den Unterricht. Je nach persönlichem Interesse beispielsweise Spielen eines Musikinstrumentes oder Arbeiten am Computer, einen Vortrag halten oder einen Abschlag beim Golf durchführen.

 

WIRKUNGSWEISE

Sie lernen, ungünstige Reaktionsmuster durch bewusstes Stoppen zwischen Reiz und Reaktion zu durchbrechen- für einen Moment nicht wie gewohnt auf einen äußeren oder inneren Impuls zu reagieren.

Anleitungen zur Eigenwahrnehmung, spielerische Experimente zur Bewegung und Körperhaltung, die Untersuchung des mentalen Bildes der Bewegungen sowie Berührungsimpulse, die den kinästhetischen Sinn ansprechen sind die Mittel, mit denen Bewegungsabläufe untersucht werden. So werden erste Erfahrungen eines besseren Gebrauchs gemacht und neue, noch unbekannte Reaktionsweisen eröffnet.

Dies geschieht anfangs auf einer relativ hohen Bewusstseinsebene, sinkt mit zunehmender Erfahrung später auf niedrigere Ebenen ab. Durch die Kombination aus Erfahrung und Erkenntnis, aus taktiler Führung und verbalem Dialog kann sich die gesamte Muskulatur reorganisieren. Diese neu gewonnenen Erfahrungen lassen sich überall und jederzeit aktiv in den Alltag integrieren.

Im Kern geht es darum, ungünstige Gewohnheiten durch bewusstes Innehalten mit darauf folgenden mentalen Anweisungen zu verändern, was ebenso auf emotionale Reaktionsmuster angewendet werden kann. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz der Methode wird zugleich ein persönlicher Lern- und Entwicklungsprozess in Gang gesetzt.

Das Wichtigste dabei: Man lernt mit jedem Entdecken einer schädlichen Gewohnheit, dass man selbst eingreifen kann, dass dies eigentlich ganz leicht ist. Man lernt, dass man keine Angst vor Veränderung haben muss. Man lernt, Gewohnheiten zu entdecken und dann zu entscheiden, ob man sie beibehalten möchte oder nicht. Man ist also nicht mehr Sklave seiner Gewohnheiten, sondern ihr Herr und kann sie nutzen.

 

ANWENDUNGSBEREICHE

Grundsätzlich eignet sich die Alexander-Technik für jedermann und richtet sich an Menschen, die in ihrem Alltags- oder Berufsleben sowie im Freizeitsport Hilfe und Unterstützung suchen.

Menschen, die mit spezifischen Belastungen im Berufsleben besser umgehen möchten, wie Zahnärzte, Pflegekräfte, Bildschirmarbeiter etc.

Menschen, die professionell intensiv mit ihrem Körper arbeiten, wie Sportler, Schauspieler, Musiker oder Tänzer.

Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen und dabei auf einen guten Selbstgebrauch, eine freie und natürliche Ausstrahlung und eine funktionierende Stimme angewiesen sind wie Manager, Politiker oder Lehrer .

Menschen, die bei Prozessen der persönlichen Entfaltung einen körperlichen Zugang oder auch Hilfe zur Selbsthilfe suchen.

Menschen, die zur Lösung psychosomatischer oder stressbedingter Störungen einen körperorientierten Zugang suchen.

Menschen, die unter Beschwerden leiden, die aus Fehlhaltungen und Störungen des Bewegungsapparates resultieren wie Schulter-, Nackenverspannungen und Spannungskopfschmerzen, Wirbelsäulenbeschwerden, Bandscheibenprobleme, funktionelle Skoliose, Hüft- und Knieprobleme, RSI, Mausarm, Sehnenscheidenentzündungen, Kreislaufstörungen, Bluthochdruck, Unausgeglichenheit, Nervosität, Schlafstörungen.

 

ZEITAUFWAND

Einzelunterricht in Lektionen von 30-50 Minuten, die Abstände werden individuell festgelegt, häufig einmal wöchentlich beginnend.

Selbstanwendung und eigenständiges Umsetzen des Gelernten beginnt mit der ersten Stunde, dauerhaftes und umfassendes Umsetzen in den Alltag nach ca. 15 bis 30 Lektionen.

 

 

Begriffe

 

Macht der Gewohnheit (force of habit):

Die Begrenzung unserer vielfältigen Möglichkeiten durch bestimmte Ablaufmuster auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene.

 

Innehalten (inhibition):

Das Unterlassen einer gewohnheitsbedingten Reaktion auf einen Reiz.

 

Primärsteuerung (primary control):

Primärsteuerung ist das dynamische Verhältnis zwischen Kopf, Hals und Rumpf.

 

Anweisungen (directions):

Anweisungen sind bewußt formulierte Gedanken, die unser psychophysisches Zusammenspiel beeinflussen.

 

Zielfixiertheit (end-gaining):

Zielfixiertes Tun orientiert sich direkt am Ziel und achtet nicht auf die Art und Weise, wie wir dorthin kommen.

 

Mittel wodurch (means whereby):

Die Mittel, durch die wir uns auf ein Ziel zubewegen. "Mittel wodurch" bedeutet die Umwandlung von Zielfixiertheit in ein achtsames Vorgehen, das die Aufmerksamkeit auf die Qualität der einzelnen Schritte lenkt.

 

 

Eine Studie der englischen Universitäten Southampton und Bristol beweist die hohe und lang anhaltende Wirksamkeit von Alexander-Technik bei Rückenschmerzen 

Weniger Schmerztage, mehr Lebensqualität:
Alexander-Technik hilft Menschen mit chronischen Rückenschmerzen –
signifikant und nachhaltig

Eine Studie der englischen Universitäten Southampton und Bristol beweist die hohe und lang anhaltende Wirksamkeit von Alexander-Technik bei Rückenschmerzen.

Nur mehr 3 statt 21 Schmerztage im Monat, eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit und mehr Lebensqualität: Dies ist das Ergebnis einer umfassenden klinischen Studie, die die Wirkung von Alexander-Technik im Vergleich zu herkömmlichen Behandlungsmethoden untersucht hat. Patienten mit chronischen oder immer wieder auftretenden lumbalen Rückenschmerzen bestätigten die positiven Veränderungen auch noch ein Jahr später.
Die Alexander-Technik wurde vom Australier Frederick Matthias Alexander Ende des 19. Jahrhunderts begründet und fand vor allem in den USA und in England Verbreitung. Sie versteht sich als Lehrmethode zur Veränderung falscher Haltungs- und Bewegungsmuster, die häufig die Ursache für chronische Beschwerden sind. Der Patient lernt, ungünstige Gewohnheiten abzubauen – zunächst mit Hilfe des Lehrers, später auch ganz selbstständig im Alltag.
Eine große britische Studie, von den Universitäten Southampton und Bristol durchgeführt, bringt nun erstmals auch den wissenschaftlichen Beweis: Alexander-Technik ist ein hocheffektive Methode, um chronische Rückenschmerzen nachhaltig zu lindern. Fast 580 Patienten beteiligten sich an der vergleichenden Studie und wurden nach dem Zufallsprinzip vier Gruppen zugeteilt. Sie erhielten entweder eine übliche allgemeinmedizinische Behandlung (Kontrollgruppe), klassische Massagen, 6 oder 24 Alexander-Technik-Stunden. Jeweils die Hälfte dieser Gruppen absolvierte zudem ein individuelles Bewegungsprogramm.

Die mit Abstand größte positive Wirkung erzielten die 24 Unterrichtsstunden Alexander-Technik. Die Zahl der monatlichen Schmerztage verringerte sich um 86 Prozent von ursprünglich 21 auf nur 3 Tage (im Gegensatz zu 21 Schmerztagen in der Kontrollgruppe). Das allgemeine Wohlbefinden der Patienten verbesserte sich erheblich. Die Messung nach einem Jahr zeigte darüber hinaus den Langzeiteffekt: Auch dann waren die Patienten noch gleichermaßen schmerzfrei und leistungsfähig. Professor Paul Little, Leiter des Forscherteams, bezeichnet das Ergebnis der Studie als “bedeutenden Fortschritt in der Behandlung chronischer Rückenschmerzen.”

Die "Gesundheitsbefragung 2006 / 2007" der Statistik Austria im Auftrag des
Gesundheitsministeriums zeigte, daß bei den chronischen Leiden mit großem Abstand am häufigsten Rückenprobleme vorliegen - mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist davon betroffen. Die Wirbelsäulenbeschwerden sind die häufigsten Ursachen von Schmerzen. 1,5 Millionen Menschen hatten in den zwölf Monaten vor der Befragung zumindest zeitweise erhebliche Rückenschmerzen.
Angesichts dieser alarmierend hohen Zahlen an Rückenschmerz-Patienten haben die neuen Erkenntnisse der britischen Studie nicht zuletzt auch volkswirtschaftliche Bedeutung. Es wird geschätzt, daß etwa ein Viertel der Arbeitsunfähigkeitstage auf Rückenleiden zurücktgehen.

Die Original-Studie zur Wirksamkeit der Alexander-Technik ist im British Medical Journal veröffentlicht: www.bmj.com/cgi/content/full/337/aug19_2/a884

Über die G.A.T.OE.
Die Gesellschaft für F.M Alexander-Technik Österreich wurde 2001 in Österreich gegründet und hat ihren Sitz in Wien. Die Gesellschaft ist gemeinnützig und hat das Ziel, die F.M.Alexander-Technik in Forschung und Praxis zu fördern. Sie stellt sicher, dass hinter jedem von ihrer Mitglieder eine fundierte Ausbildung steht und dass die Qualität der Arbeit stimmt.

Alexander-Technik Aktionstag der G.A.T.OE.
Ihren diesjährigen Alexander-Technik Aktionstag veranstaltet die G.A.T.OE. am Freitag 16. Oktober, von 14 ­ 20 Uhr im Zentrum im Werd, Im Werd 1020 Wien. Im Rahmen der Internationalen Woche der Alexander-Technik bieten Mitglieder der G.A.TOE. der Öffentlichkeit zum sechsten Mal die Möglichkeit, die F.M.Alexander-Technik kennen zu lernen und praktische Erfahrungen zu machen. Der Eintritt ist kostenlos und zeitlich frei wählbar.

G.A.T.OE. Gesellschaft für F. M. Alexander-Technik Österreich

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